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Sommerwetter und Smalltalk im Kindergarten

15. August, 9:05 Uhr

 

Ich sitze an meinem Rechner und beginne mit meinem ersten Blog-Eintrag. Dabei fühle ich mich ein klein wenig wie SJP aus „Sex & the city“, nur dass ich weder ihre tollen Haare, noch die tolle Figur, noch die tollen Klamotten… aber lassen wir das. Manolos habe ich natürlich auch nicht. Das musste noch ergänzt werden. Und ich werde nicht über Sex schreiben – vorerst jedenfalls nicht. Ich bin also kein bisschen wie SJP.

 

Heute widme ich mich dem leidigen Sommerwetter und dem überflüssigen Smalltalk auf dem Weg in den Kindergarten.

 

Vollkommen uncool renne ich heute in weißen, bald durchsichtigen Leggins und einer kurzen Latzhose mit plattem, durchnässten Haar in den Kindergarten. Aber was soll´s? Mein Söhnchen sieht dafür top aus und hat sogar die passende Jeansjacke zu seiner Mütze, ach nee, andersherum. Wie auch immer. Er schick, ich nicht.

Wir treffen auf – nennen wir sie mal Rosa (sie hat einen anderen Blumennamen), die - was bis dato unmöglich erschien -, noch uncooler aussieht als ich. Dafür sieht sie brav aus.

 

Jedenfalls hält mir diese liebe, unscheinbare Erzieherin galant das Tor auf. Ich fühle mich bemüßigt, etwas zu ihr zu sagen und meine: „Danke!“ Und: „Was ist das denn für ein Wetter?“ OK, nicht gerade der beste Spruch, aber ich will sie ja auch nicht ins Bett kriegen. „Wieso?“, lautet die Gegenfrage und sie schiebt noch hinterher: „Es regnet.“ Das stimmt! Und das implizierte meine Frage. Augen habe ich schließlich selbst und meine Frisur spricht eine noch deutlichere Sprache. „Mir tun die Schulkinder immer leid, wenn sie so ein Wetter in den Ferien haben!“, sage ich, ganz die fürsorgliche Schulleiterin. „Mir nicht!“, kommt da von Rosa. Ist sie vielleicht doch nicht so lieb? Bevor ich etwas entgegnen kann, fährt sie fort: „So können die Kinderlein doch mal ihre Zimmerchen aufräumen!“ Hm. „Kinderlein?“ So wie in „Ihr Kinderlein kommet…“? Haben wir schon Weihnachten? Das Wetter würde diese Schlussfolgerung durchaus zulassen. Es regnet wie aus Eimern, es ist warm. Fehlen nur die Weihnachtsbäume… „Zimmerlein?“ Nettes Wort (Ihr wisst schon, nett ist die&hellip. Spricht man so als Erzieherin? Das frage ich mich und gleichzeitig: Was machen denn die armen Kinder, deren Zimmer picobello aufgeräumt sind?

Aber das nette Gespräch im strömenden Regen ist noch nicht zu Ende. Ich kann noch eins nachlegen: „Ich meine, dass mir die Kinder leid tun, die nicht in den Urlaub fahren und bei diesem REGNERISCHEN Wetter nicht ins Schwimmbad gehen können.“ So, das war ja nun wohl verständlich.

„Och, die Kinderlein können dann ja mit ihren Geschwisterchen spielen.“ Rosa strahlt. Die Verniedlichungen irritieren mich nun nicht mehr. Soll ich die Frage laut stellen, die mir durch den Kopf schießt, nämlich dass es auch Einzelkinder gibt? Mein armes Kind. Das Zimmerchen ist aufgeräumt und ein Geschwisterchen gibt es nicht.

Rosa und ich erreichen den Haupteingang und sie ergänzt noch: „Das hat doch alles zwei Seitchen.“ SEITCHEN?

 

So. Da haben wir´s. Ich gehöre zu den absolut unfähigen Muttis, die weder in der Lage sind, dem KindCHEN ein GeschwisterCHEN, noch ein aufzuräumendes ZimmerCHEN als ProgrammCHEN für REGNERISCHE Tage (Tagelein? Tagchen?) zu bieten.

Was macht es dann also, mein armes KerlCHEN?

 

Und um dem Ganzen noch etwas Tiefgründiges zu verleihen: Was für ein Bild haben Erzieherinnen von uns Eltern? Und welche Bilder haben Lehrkräfte im Kopf?

 

Interessant, für mich aber gerade zu hochtrabend.

 

Da genieße ich doch lieber eine Tasse Tee mit einem hüfterweiternden Croissant bei diesem REGNERISCHEN WetterCHEN.
27.8.14 21:42
 
Letzte Einträge: Friseure im Dorf, Ausflug nach Oppenheim - Teil 1, Ausflug nach Oppenheim - Teil 2, Alltagsbewunderung, Weihnachten2, Weiter geht´s beim Friseur


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