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Weihachten1

Da ich im letzten Jahr kurz vor der Adventszeit sehr schwer erkrankte, fiel Weihnachten für meine Familie und mich so gut wie aus. Täglich wurde neu entschieden, ob ich für mehrere Monate ins Krankenhaus gehe. Am 21. Dezember 2013 beschlossen mein Mann und ich daher, den Weihnachtsbaum aufzustellen, zu schmücken und bei der schlechten Nachricht, dass ich doch wieder ins Krankenhaus muss, erst einmal mit unserem einjährigen Söhnchen Weihnachten vorzufeiern.

Glücklicherweise mussten wir das nicht tun. Ein Fest der Freude war es trotz der unerträglichen Schmerzen dennoch nicht.

 

Ein Jahr später ist die Erkrankung noch deutlich präsent. Zu tief sitzt der Schock. Am 13.11. jährte sich die Hiobsbotschaft.

Seit diesem Tag feiere ich Weihnachten!

 

Denn: In diesem Jahr ist klar, dass ich den Advent und Weihnachten zu Hause sein kann!

 

Daher ist bei uns – seit dem 13.11. – täglich Weihnachten. Wir backen (fast alle Plätzchen sind schon weg), wir basteln, schmücken, singen, tanzen, … HERRLICH!

 

Ein klitzekleiner Wehmutstropfen und Dorn im AUGE sind mir allerdings die Geschäfte.

 

Wer seit dem 13.11. täglich Weihnachten feiert, hat kein Problem damit, schon Dominosteine zu kaufen und stört sich auch nicht an den Schoko-Nikoläusen, die einen aus jedem Regal anlachen.

Es weihnachtet! Hurra!

Nicht ganz so leicht fiel es mir, im Gartencenter die glitzernde Weihnachtswelt zu betreten. Irgendwie tat das außer mir niemand. Während ich durch Weihnachtskugeln, Plastiktannenbäumchen, Lichterketten, Schleifen und Berge von Geschenkpapierrollen flanierte, schleppten andere Kürbisse und Tannenzapfen durch die Gegend.

„Ja, schaut ihr nur! Ab diesem Jahr gehöre ich auch zu denen, die so früh Weihnachtsgefühle haben!“ Alles eine Frage des selbstbewussten Auftretens.

Gekauft habe ich dennoch so gut wie nichts. Es ist eine Sache, durch die Weihnachtsglitzerwelt zu bummeln und die Blicke zu ignorieren, eine ganz andere ist es aber, sich an der Kasse mit Sternen und Co. zwischen Sonnenblumen und Astern anzustellen.

 

Erst im „richtigen“ Advent kaufte ich die ersten Karten und ein wenig Weihnachtsporzellan zum Verschenken.

 

Vor zwei Wochen kam Post. Ein riesiger Möbelgigant machte Werbung damit, dass alle Weihnachtsartikel um 50% reduziert seien.

In wundervoller Weihnachtslaune startete ich mit meinem Söhnchen durch. Wir brauchten noch Karten und ein paar Geschenke.

 

Dort angekommen, konnte ich feststellen, dass der gesamte Kartenständer leer geräumt war. Ebenso der Porzellanstand von Bungalowsiegfried-und-Loch.

Alles schon abverkauft? Kaum vorstellbar. Nicht eine einzige Karte – und ich hätte auch eine genommen, die „Hohoho!“ singt – nein, nichts.

Kein Engelschälchen, keine Weihnachtstasse, kein gar nichts.

Nur Dinge, die man auch im Vollweihnachtsrausch nicht schön finden kann.

Als ich eine Verkäuferin darauf anspreche, heißt es: „Die sind schon im Lager.“ „Warum?“, will ich wissen und setze nach: „Weihnachten kommt doch erst noch.“ Ratloses Schulterzucken. Dann die erklärende Antwort: „Wer schreibt heute denn noch Weihnachtskarten – so vor Weihnachten?“

Ähm, ja, also, ich! Nach Weihnachten kommt das irgendwie nicht mehr so gut…

 

Nun ja, immerhin hat sich das Söhnchen gefreut. Vier Rolltreppen nach oben und Weihnachtsbaum von oben gucken, macht auch Spaß.

 

 

Also: Wenn die Post in Deutschland nur einen Tag für die Beförderung von Postkarten und Briefen braucht, wäre es dann zulässig, sich zu wünschen, dass man zwei Wochen vor Weihnachten noch Karten kaufen kann. Oder nicht?

 

Fortsetzung folgt

23.12.14 14:16


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Landleben

Also: Ich liebe das Landleben, ganz ehrlich. All meine abonnierten Zeitschriften können dies zweifelsohne bezeugen. Ich besitze eine Gartenlatzhose mit Rosen drauf, wunderschöne Lederhandschuhe, die fast bis zum Kinn reichen und jeder, der mal ein Gartenwerkzeug der besonderen Art ausprobieren möchte und dies nicht im Baumarkt oder Gartencenter tun will, möge bitte zu mir kommen. Ich finde auch, dass ich mich als Landfrau ganz gut mache. Ich bin in diesem elitären Verein zwar nicht aufgenommen worden, da ich mich standhaft weigere, am Wochenende Servierdienst bei Festivitäten zu schieben, aber ich sehe in meinem weißen Baumwollkleid mit dem baumelnden Blumenkörbchen am Arm echt aus wie in den Garten gemeißelt.  Ich finde es wundervoll, an den Blumenbeeten – falls sie als diese erkennbar sind – entlang zu flanieren und Blumen für die Vase zu schneiden. Heute waren es Dahlien, Sommerflieder, Rosen und Geranien.

Aber: Muss es wirklich Kreuzspinnen apokalyptischer Ausmaße geben? Müssen die tatsächlich so tolle Netze spinnen, dass man sich direkt in ihnen verfängt, wenn man gerade die Nasenspitze in die Sonne reckt? Und wieso bitteschön bleiben die Wespenspinnen nicht in den wärmeren Gefilden, wo sie doch eindeutig hingehören? Hat dieser Sommer sich nicht ausreichend genug angestrengt zu vermitteln: „Hallo? Wir sind hier in England! Nur das Essen ist besser!“ Ja, ihre Netze mit der tollen Narbe sind interessant, ein Meisterwerk der Spinnkunst. Aber muss dieses Können in meinem Garten präsentiert werden?

Und wieso bitteschön müssen Nacktschnecken eigentlich immer in der Gruppe auftreten? Fühle sie sich dann stärker und weniger bedroht? Und wieso sind Schnecken in der Lage trotz eines Fluges durch den blauen Himmel 200 bis 300 Meter weit zurück zu kriechen? WIESO?

Wieso muss eine kleine Maus den Weg INS Wohnzimmer ÜBER meine zum Glück besockten Füße wählen und nicht VOM Wohnzimmer weg?

 

Klare Antwort: Damit ich mich täglich auf den Weg zur Arbeit in die STADT freue und niemals auf die Idee komme, Bäuerin zu werden.

 

 

 

 

6.9.14 16:23


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